Grado
Seit Jahrzehnten ist das Lagunenstädtchen Grado an der Nordküste der Adria im Sommer Fortbildungsort für Generationen deutschsprachiger Ärztinnen und Ärzte. Fortbilden in entspannter Atmosphäre, das macht den Reiz des Angebots aus. Dass in Grado Tradition auf Moderne trifft, wird nicht nur durch die aktuellen medizinischen Themen des Kongressprogramms deutlich. Auch die Architektur spricht Bände. So wechseln sich auf der über einen Straßendamm mit dem Festland verbundenen „Sonneninsel“ Bauten des 20. und 21. Jahrhunderts mit Zeugen der Vergangenheit ab. Sichtbar werden diese schon bei der Anreise, wenn rund zehn Kilometer vor Grado antike Säulen und Gebäuderuinen neben der Durchgangsstraße in die Höhe ragen.
Heute ein verschlafener Ort, war das 181 v. Chr. gegründete Aquileia einst eine der größten und reichsten Städte des römischen Reiches. Aus jener Zeit stammt auch ihr Beiname „das zweite Rom“. Sehenswerte Ausgrabungen, u. a. das frühchristliche, aus dem 4. Jahrhundert stammende Fußbodenmosaik in der Kathedrale, lassen die einstige Bedeutung der von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannten Stadt erahnen. Grado selbst wurde vermutlich ebenfalls im 2. Jahrhundert v. Chr. als Seehafen der Stadt Aquileia gegründet. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches gehörte das auf einer Küstendüne am äußersten Ende des Golfs von Venedig gelegene Grado zur Republik der Serenissima. Die Herrschaft der Venezianer dauerte vom späten Mittelalter bis 1797. Wer durch das rund 9.000 Einwohner zählende Städtchen schlendert, wird immer wieder an Venedig erinnert.
Katja Möhrle

Auch dem vom Fischfang geprägten Grado ist eine Lagune mit mehreren hundert Inseln und einer üppigen Tier- und Pflanzenwelt vorgelagert. Wer den Fischern beim Reparieren der Netze und Warten der Schiffsmotoren zuschauen möchte, dem sei ein Spaziergang zum Hafen und der von bunten Fischerhäuschen gesäumten Wasserstraße empfohlen. Wie an Perlenschnüren aufgereiht, liegen hier die Fischerboote vor Anker. Ein wenig venezianisch mutet auch der historische Ortskern mit seinen verwinkelten Gässchen und malerischen Häusern an.
Zurück ins Mittelalter entführen die frühchristlichen Kirchen Sant’Eufemia, Santa Maria delle Grazie und das Baptisterium San Giovanni Battista. In strenger Schönheit zeugen sie davon, dass im 5. Jahrhundert in Grado die ersten Zentren des frühen Christentums entstanden.

Ganz gleich, von welchem Winkel der Innenstadt man aufbricht, nach kurzer Zeit erreicht man die, Grado wie einen Gürtel umgebende, Promenade. Sie verbindet die drei Strände, den Hauptstrand, den Strand Costa Azzurra und den Strand von Pineta. Die drei Kilometer lange Spiaggia Centrale wird wie Grados Thermalbad von der Gesellschaft Grado Impianti Turistichi (kurz: G.I.T.) betrieben. Die flachen Strände sind besonders bei Familien beliebt. Ein in Strandnähe gelegenes Gebäudeensemble aus der Jugendstilzeit erinnert daran, wie Grado einmal als österreichisches Seebad ausgesehen haben mag. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war Grado eine Sommerfrische der Österreicher.

Mit dem Frieden von Campo Formio 1797 und erneut ab 1815 gehörte das Lagunenstädtchen zum habsburgischen Kaisertum und ab 1815 auch zum Deutschen Bund. 1854 wurden für Badegäste die ersten „camerini“, d. h. Umkleide- und Badekabinen auf-gestellt. Per Erlass von Kaiser Franz Josef I. wurde 1892 die „Kur- und Badeanstalt Grado“ gegründet, und der Fischerort verwandelte sich in das kaiserlich-königliche Seebad Grado.
Noch heute scheinen hier im Sommer neben Italienern vorwiegend Deutsche und Österreicher unter sich zu sein. Neben vielen Wassersportarten finden sie ein breitgefächertes kulturelles Angebot vor; auch liegen lohnende Ausflugsziele, darunter Triest, Hauptstadt der Region Friaul Julisch Venetien, in gut erreichbarer Nähe. Vielleicht hat der Einfluss der nördlichen Mentalität ein wenig auf das tagsüber geordnet und unaufgeregt wirkende Lagunenstädtchen abgefärbt: Grado ist ein passender Ort zum Lernen mit italienischem Flair.
Grado – Impressionen
Grado, das malerische Küstenstädtchen in Italien, vereint antiken Charme mit modernem Flair und bietet eine einzigartige Kulisse für medizinische Fortbildungen.
CMIG Veranstaltungsort 2025

Laguna Palace Hotel
Riva Brioni, 17,
34073 Grado GO
Tel. +39 0431 85612
Fax +39 0431 83408
E-Mail info@lagunapalacehotel.it








Vorschläge zur Anreise
Flüge nach Triest und Venedig
Zum Flughafen Triest – Ronchi dei Legionari
(ca. 25 km von Grado entfernt)
- Direktflug von Frankfurt-Triest
- Linienbus nach Grado
- Mietwagen
Auf der Autobahn A4 Richtung Venezia (Venedig) fahren, bei der Ausfahrt Palmanova abfahren und auf der Staatsstraße 352 den Schildern nach Grado folgen.
Zum Flughafen Venedig
(ca. 125 km von Grado entfernt)
- Direktflüge aus Frankfurt, Düsseldorf, Berlin, etc.
- Zugverbindung: Marco Polo Airport – Venezia Mestre – Cervignano del Friuli. Vom Bahnhof Cervignano del Friuli weiter mit einem Linien-bus nach Grado.
- Mietwagen
- Auf der Autobahn A4 Richtung Triest fahren, bei der Ausfahrt Palma-nova abfahren und auf der Staatsstraße 352 den Schildern nach Grado folgen.
Nach Grado mit der Bahn
- Vom Bahnhof Cervignano del Friuli (16 km von Grado entfernt) ist es möglich, per Linienbus nach Grado zu fahren.
- Vom Bahnhof Udine (45 km von Grado entfernt) ist es möglich, mit einem Linienbus nach Grado weiterzufahren.
- Weitere Infos unter www.trenitalia.com/tcom-de
Nach Grado mit dem Auto
- Tauern-Autobahn
- München – Salzburg – Villach – Udine – Palmanova
- Brenner-Autobahn
- München – Innsbruck – Brenner – Verona – Venedig – Palmanova
- Gotthard-Autobahn
- Luzern – Mailand – Verona – Venedig – Palmanova
- Felbertauern Straße
- Autobahn München – Innsbruck, Ausfahrt Wörgl (Felbertauern Straße: Lienz, Pass Thurn). Auf der Landstraße über Kitzbühl, Mittersill und Lienz Richtung Plöckenpass. Hinter Tolmezzo (in Carnia) kann man zurück auf die Autobahn A23 (Udine – Triest) bis Ausfahrt Palmanova
Vorschläge zur Übernachtung
Hotels
Veranstaltungshotel:
Laguna Palace Hotel
Riva Brioni, 17,
34073 Grado GO
Tel. +39 0431 85612
Fax +39 0431 83408
E-Mail info@lagunapalacehotel.it
Hotelportale:
www.trivago.de und www.booking.com
Regionale Buchungsportale: www.turismofvg.it und www.grado.it
Auch das Touristikbüro in Grado unterstüzt Sie gerne bei Ihrer Hotelsuche:
Consorzio Grado Turismo
Viale Dante Alighieri, 72
34073 Grado (GO)
tel. +39 0431 80383
www.grado.it
info@gradoturismo.org
Einige Hotels bieten für die Dauer des Kongresses Sonderpreise an. Fragen Sie bei Ihrer Buchung danach!
Ferienwohnungen
Buchungsportale:
www.fewo-direkt.de und www.trivago.de
Außerdem vermitteln regionale und überregionale Agenturen Ferienwohnungen in Grado.
Campingplätze
In Grado und in unmittelbarer Nähe liegen gut gepflegte Campingplätze:
Camping Villaggio Ca’ Laguna
www.calaguna.it, info@calaguna.it,
0039 431 1938004
Residence Punta Spin
www.puntaspin.it, info@puntaspin.it,
0039 431 80732
Villaggio Tenuta Primero
www.tenuta-primero.com, info@tenuta-primero.com,
0039 431 896900
55. internationaler Seminarkongress des Collegium Medicinae Italo-Germanicum e.V.
24. bis 29. August 2025 in Grado/Italien






